Was ist Glücksspielsucht?

Das Glücksspiel wird zur Sucht, wenn das Spielverhalten nicht mehr kontrollierbar ist. Dabei wird das Spielen selbst zum zentralen Lebensinhalt und das private und berufliche Umfeld verliert immer mehr an Bedeutung.

Wie entsteht Glücksspielsucht?

Zunächst gibt es das positive Anfangsstadium. Es zeichnet sich aus durch:

  • erste Kontakte zum Glücksspiel
  • erste Gewinne, verbunden mit angenehmen Gefühlen und einer Selbstwertsteigerung bei Gewinn
  • regelmäßiges Aufsuchen der Glücksspielorte
  • zunehmendes glücksspielspezifisches Wissen
  • zunehmendes risikovolles Glücksspielverhalten
  • Glücksspiel als Freizeitverhalten

Danach entwickelt sich ein sogenanntes Gewöhnungsverhalten mit folgenden Merkmalen:

  • Die Glücksspielintensität steigt
  • Toleranzentwicklung / "Verlustjagd"
  • steigende Verluste
  • Spielschulden / Aufnahme von Krediten
  • Verheimlichen und Lügen
  • Flucht in das Glücksspiel
  • Kontrolle ist noch möglich

Nach dem Gewöhnungsverhalten geraten Betroffene in das Suchtstadium. Im Suchtstadium entwickeln sich weitere Anzeichen wie:

  • Dauerhaft gesteigerte Spielfrequenz
  • Kontrollverlust
  • Entzugserscheinungen
  • Beschaffungskriminalität
  • Panik- und Schuldgefühle
  • Entfremdung vom sozialen Umfeld
  • Sozialer Abstieg
  • Selbstmordgedanken

Quelle: Sabine M. Grüsser/ Ulrike Albrecht
„Rien ne va plus-Wenn Glücksspiele Leiden schaffen"

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